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Solar System - Heizung mit Warmwasser für Pool, Bad und Sanitär

Wichtig bei der Verwendung von Sonnenenergie für Bad, Sanitär und Heizung ist ein auf den jeweiligen Bedarf abgestimmtes System zum Wasserspeichern, Pufferspeicher, sowie eine intelligente Regelung (Steuerelektronik) für das Solar System. Die Größe und die Art des Wärmespeichers, Pufferspeicher, wird danach bestimmt, wie hoch der Anteil der Sonnenenergie bei Heizung, z.B. Fußbodenheizung, und Sanitär Warmwasser sein soll. Hierbei sollte unbedingt ein Fachmann hinzugezogen werden, da mehrere Einflussfaktoren berücksichtigt werden müssen und gleichzeitig auch eine Wirtschaftlichkeit für Ihre speziellen Gegebenheiten analysiert werden sollte, denn den Einsparungen an Heizenergie stehen erhöhte Kosten für die Investition einer Solaranlage gegenüber. Die Berechnung der Amortisation der erhöhten Kosten für die Investition ist daher sehr zu empfehlen. Außerdem ist immer ein Vergleich der Preise der einzelnen Anbieter von Solarheizungen sehr zu empfehlen, es gibt erhebliche Unterschiede der angebotenen Preise für die Solaranlagen.
Bei einer Solar Raumbeheizung, solarer Heizungsanteil 20-50%, müssen hochisolierte Pufferspeicher verwendet werden, welche die Wärme über mehrere Tage oder Wochen speichern können. Man rechnet ungefähr 70 Liter (bei 20% Solarheizungsanteil) bis 150 Liter (bei 50% Solarheizungsanteil) Puffer - Speichervolumen pro Quadratmeter installierter Sonnen - Kollektorfläche. Dabei sollte der Wärmebedarf des Hauses unter 100kWh/m2 im Jahr liegen. Am günstigsten ist der Niedrigenergiehaus - Standard von 30kWh/m2 pro Jahr. Je niedriger der Wärmebedarf des Gebäudes ist, desto höher kann der Solar Anteil für Ihre Raumheizung sein.
Bei den Solarkollektoren selbst ist darauf zu achten, dass sie Richtung Süden ausgerichtet sind und einen Anstellwinkel von 30° bis 60° aufweisen, je nach geografischer Breite des Aufstellungsortes. Am besten wären Sonnenkollektoren, die sich mit der Sonne mitdrehen. Somit hätte man vormittags bis abends immer die optimalste Ausbeute an Sonnenenergie. Ein entsprechendes System ist aber noch in der Entwicklungsphase.
Die ideale Heizungsanlage als Kombination mit einer Solaranlage sollte eine Niedertemperatur- oder sogar Brennwertheizung mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 55°C sein. Die Fußbodenheizung ist durch ihre niedrige Vorlauftemperatur von 30-32°C besonders für eine Raumheizung mit Solar Anteil geeignet, aber auch Anlagen mit Wandheizkörper sind möglich.
Für die Erwärmung von Wasser für Sanitäranlagen, wie Waschbecken, Wanne, Pool, Schwimmbad, Brauchwasser etc., können sogenannte bivalente Pufferspeicher verwendet werden, wo das Wasser nicht nur durch die Solarheizung , sondern bei Sonnenarmut auch ergänzend durch den Heizungskessel erwärmt werden kann. Wenn Sie sich nachträglich für eine Solar Wassererwärmung entscheiden, können Sie entweder Ihren alten Warmwasserbereiter/- boiler (WWB) durch einen bivalenten Pufferspeicher ersetzen, ist platzsparend, oder einen monovalenten Pufferspeicher, nur durch Sonne beheizt, ergänzende Beheizung durch Heizkessel nicht möglich, zusätzlich zum Warmwasserbereiter/- boiler integrieren. Man sollte dies vorher von den Kosten her abwägen, welche Variante günstig ist, vor allem wenn der vorhandene Warmwasserbereiter/- boiler noch recht neu ist.




Bild: Prinzipaufbau - bivalente Solarheizung für Warmwasser mit ergänzender Erwärmung durch einen Heizungskessel.


Bilderklärung - Arbeitsprinzip der Solarheizung für bivalente Wassererwärmung:
1: Die Sonne bestrahlt die Sonnenkollektorfläche, dabei erwärmt sich das durch den Kollektor fließende Wasser.
2: Über eine elektronische Steuerung wird je nach Heizbedarf die Wassererwärmung gedrosselt oder voll freigegeben. Ein Ausdehnungsgefäß an der Rücklaufleitung (blau) schützt das Rohrsystem vor Überdruck. Die Pumpe (hier im Regelteil integriert) drückt das Wasser durch die Rohre im Sonnenkollektor, das Wasser erwärmt sich in den Kollektoren und wird danach zum Pufferspeicher (3) geleitet.
3: Im Pufferspeicher wird der Wasserinhalt erwärmt.
4: Bei einer bivalenten Anlage wird das Wasser im Pufferspeicher ergänzend über einen Heizungskessel erwärmt. Damit können Bedarfsspitzen beim Verbrauch von Warmwasser oder Sonnenarmut ausgeglichen werden.
5: Die Farbskala zeigt die Temperaturschichtung im Pufferspeicher. Unten ist noch kaltes Wasser (blaue Farbe). Nach oben hin wird das Wasser durch die Aufheizung dann immer wärmer (rote Farbe).
6: Am unteren Teil des Pufferspeichers wird Kaltwasser in den Wasserspeicher gespeist, immer die gleiche Menge, welche oben als warmes Wasser (7) verbraucht wird.
7: Am oberen Teil des Speichers wird das erwärmte Wasser für Waschbecken, Dusche, Wanne, Brauchwasser oder den zu beheizenden Pool oder Schwimmbad entnommen. Für eine Beheizung des Pool oder Schwimmbad muss ein entsprechender Aufschlag auf die Puffer-Speichergröße erfolgen.
8: Wenn das Gebäude kein Passivhaus ist, muss zur Raum-Beheizung und zur ergänzenden Erwärmung des Warmwasser Sanitär ein Heizungskessel vorhanden sein.
9: Vom Heizungskessel aus werden die einzelnen Heizkreise für die Raumheizungen wie Heizkörper, Fußbodenheizung etc. gespeist.

Die richtige Solaranlage muss für jeden Einzelfall individuell konzipiert werden. Die meisten Hersteller bieten Solaranlagen als Komplettlösungen mit Sonnenkollektoren, elektronischer Regeleinheit, Pufferspeicher und anderen Komponenten an. Unter Umständen gibt es noch staatliche Förderungen in finanzieller Form.
Eine Solaranlage sollte eine Lebensdauer von weit mehr als 20 Jahre haben. Bei den derzeitigen hohen Preise für Gas und Öl können sich die zusätzlichen Kosten für die Investition für eine Solaranlage nach einigen Jahren, vor allem mit Hilfe der Fördergelder, amortisiert haben.


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